Über Taekwondo

Entstehung

In Korea, dem Ursprungsland des TKD, gibt es seit frühester geschichtlicher Zeit Formen des Zweikampfes. Darunter Systeme des Fußkampfes, Faustkampfstile und Waffentechniken. Man glaubt, dass die Wurzeln des TKD fast 2000 Jahre in das Königreich Silla zu einer als "Hwarang Do" bekannten Kampfkunst zurück reichen.

Durch staatliche Weiterentwicklung avancierten diese Techniken zu einer erfolgreichen Kriegskunst. Spätere Einflüsse moralisch und philosophisch orientierter Lehren gaben jedoch dem reinen Kampfsystem eine neue Bedeutung; die Vervollkommnung des Charakters und Geistes rückte in den Vordergrund.
Erst im letzten Jahrhundert wurde TKD organisiert und in der Welt verbreitet.

Das heute bekannte TKD wurde in den 50er Jahren in Korea aus den bekannten verschieden Stilrichtungen zu einem einheitlichen System und einer modernen Kampfkunst geformt.

Seitdem gibt es neben traditionellen Elementen auch den Wettkampfsport TKD.
Mittlerweile ist TKD auf der ganzen Welt verbreitet und der Wettkampfsport seit Sydney 2000 offizielle olympische Disziplin.

In Deutschland ist TKD seit ca. 1965 bekannt; mittlerweile gibt es mehrere Verbände, nationale Meisterschaften, Nationalmannschaften und Leistungs- Sportler.

Taekwondo ist heute ein moderner Amateursport mit Tradition, eine Kampfkunst und eine Wissenschaft der Selbstverteidigung. In einigen Ländern gehört TKD zum Lehrplan von Schulen und Universitäten und ist ebenfalls ein wichtiger Teil der Militärausbildung. Zur World Taekwondo Federation ( WTF ) gehören derzeit 157 Nationen mit über 50 Mio. Mitgliedern.

Ein wesentliches Merkmal des TKD ist es, einen Angreifer waffenlos, mit Händen und Füßen abzuwehren. Dies setzt auch voraus, daß alle Bewegungen und Aktionen im Taekwondo von dem Grundsatz der Verteidigung ausgehen.

In Kampfkünsten erlernt man jedoch nicht nur, den Bewegungsapparat des Körpers zur Verteidigung zu nutzen, sondern auch auf die Signale seines Körpers zu hören.

Zeit seines Lebens muss der Mensch zwei Grundbedürfnisse erfüllen um zu überleben und seine Kräfte ständig zu erneuern. Diese sind: Die Aufnahme von Nahrung, also Essen und Trinken- und die Bewegung.
Denken als geistige Bewegung, Atmung und andere physiologische Funktionen des Bewegungsapparates als körperliche Bewegung - wird eines dieser Grundbedürfnisse nicht oder nicht angemessen befriedigt, sind wir nicht lebensfähig. Ohne Bewegung verkümmern Körper, Geist und Seele.
Wer sich falsch oder zu wenig bewegt, schwächt seinen Körper. Richtige Bewegung aber stärkt den Körper und kräftigt die inneren Organe. Von dieser Erkenntnis ausgehend, entwickelten die asiatischen Philosophen Systeme, richtig zu denken, zu atmen und sich zu bewegen.

Eines dieser Systeme ist das Traditionelle Taekwondo. Das System von Fuß (Tae), Hand (Kwon) und Geist (Do). Traditionelles Taekwondo ist tief im asiatischen Gedankengut verwurzelt.
Eine Stärke dieses Systems ist seine große Flexibilität. Jeder Mensch kann jederzeit und überall, unabhängig von seinem Alter und seiner Kondition seinen Gesundheitszustand verbessern und mehr Lebensfreude gewinnen. Dazu braucht er auch keine besondere Ausrüstung. Das bewusste Üben, die geistige und körperliche Bewegung ist ein mächtiges Instrument zur Revitalisierung des Körpers und des Geistes. Die Grundidee ist, durch Bewegung Körper und Geist in Einklang zu bringen. Denn nur in diesem Zustand ist der Mensch zu höchsten Leistungen fähig.

 
Taegeuki - Die koreanische Fahne

Die koreanische Flagge heißt Taegeukgi.
Sie symbolisiert die Prinzipien von Yin und Yang der asiatischen Philosophie. Das Wort leitet sich von Taegeuk ab, was so viel heißt wie "Kreis in der Mitte".

In der Mitte der Flagge befindet sich ein Kreis, Taegeuk, der in zwei gleiche Hälften geteilt ist, in eine obere rote Hälfte, die Yang, das männliche, und in eine untere blaue, die Yin, das weibliche Prinzip, symbolisiert.

Die obere rote Hälfte repräsentiert die positiven kosmischen Kräfte des Yang.
Entsprechend stellt der blaue untere Teil die negativen kosmischen Kräfte des Yin dar. Beide gemeinsam verkörpern das Konzept ständiger Bewegung und Harmonie, die die unendliche Sphäre charakterisieren. Diese beiden Symbole des Universums, stehen sich als die großen kosmischen Kräfte zwar gegenüber, zusammen betrachtet bilden sie aber eine Einheit, ebenso wie aus den Gegensätzen Feuer und Wasser, Tag und Nacht, Aufbau und Zerstörung, Hitze und Kälte, Plus und Minus usw. letztlich Harmonie und Ausgewogenheit entstehen.
Die s-förmige mittlere Linie (der sog. Lebenshauch) durchzieht den Kreis und verbindet die Urkräfte des Universums miteinander. Um das Yin- und Yang-Symbol gruppieren sich die folgenden vier Trigramme oder Strichelemente, die jeweils eines der vier universalen Elemente symbolisieren.

Oben links: Kien (Ch'ien), das schöpferische Symbol für den Himmel.
Oben rechts: Kan (K'an), das abgründige Symbol für Wasser.
Unten links: Li, das Symbol für Feuer.
Unten rechts: Kun (K'un), das empfangende Symbol für die Erde.

Die Balken/ Trigramme in jeder Ecke symbolisieren die Idee von Gegensatz und Gleichgewicht im Universum.

Der weiße Hintergrund ist das Symbol für die Reinheit und Friedfertigkeit des koreanischen Volkes. Als ganzes betrachtet soll die Flagge den Wunsch des koreanischen Volkes zum Ausdruck bringen, in Harmonie mit dem Universum zu leben. (Koreaheute)

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