Unser Training

Unser Training setzt sich aus den verschiedenen Bereichen Grundschule, Poomse, Einschrittkampf, Selbstverteidigung, Partnerübungen und Wettkampftraining zusammen. Dazu kommen spezielle Dehn-, Ausdauer- und Kraftkomponenten.

Jedes Training endet mit gemeinsamer Meditation.

Neulinge werden in den ersten Monaten mit der Struktur des TKD vertraut gemacht.
Später werden dann die verschieden Bereiche gezielt geschult und ausgebaut. Nach ca. drei Monaten kann die erste Gürtelprüfung abgelegt werden.

Im Vordergrund stehen Beweglichkeit, Kraft, Schnelligkeit, Koordination, Kondition, Körperbeherrschung, Konzentration und vor allem Spaß am gemeinsamen Training.

Jede Bewegung, jede Übung trainiert aber nicht nur den Körper sondern auch die inneren Kräfte und geistigen Fähigkeiten.

Körperliche Aspekte
+ Beweglichkeit
+ Schnelligkeit
+ Kraft
+ Ausdauer
+ Koordination und Gleichgewichtssinn
+ Atemkontrolle
+ Konzentration
+ Körper-Verständnis

Charakterliche Aspekte
+ Selbstsicherheit
+ Erkennen eigener Grenzen
+ Respekt anderen Menschen gegenüber
+ Bescheidenheit
+ Innere Ruhe

Atemtechnik und Kihap
Neben dem technischen Erlernen und der Heranführung an Philosophie und Ideologie spielt die Atmung eine besondere Rolle.
Die besondere Atmung begleitet das gesamte TKD- Training und sie unterscheidet sich je nach Art der Übungen; beim Wettkampf muss sie z.B. anders sein als bei der Meditation.

Eine den Kampfkünsten entsprungene Atemtechnik ist der "Kampfschrei".
Anfänger und Betrachter sind oft erstaunt oder belustigt, wenn sie den "Kampfschrei" hören.
Der Kampfschrei (Kihap) hat jedoch wichtige Funktionen und wenn die erste Hemmung überwunden ist, wird auch dem Anfänger der Sinn schnell deutlich.

Das koreanische Wort Kihap setzt sich aus zwei Begriffen zusammen:
+ Ki: Geistes- und Körperkraft
+ Hap: auf einen Punkt konzentrieren

Der Kihap ist eine besonders kräftige Atemtechnik, wobei die Luft schnell mit einem Laut wieder ausgestossen wird.

Um Geistes- und Körperkraft mit der Technik zu vereinen, konzentriert man sich auf einen Punkt, sammelt seine Atemluft im Bauchraum und stösst sie dann bei der Technik mit einem kurzen Schrei heraus.

Viele neigen häufig dazu, den Schrei aus den Stimmbändern erfolgen zu lassen. Dies ist auf Dauer und bei häufigem Kihap nicht nur ungünstig für die Stimmbänder, sondern vor allem kaum wirkungsvoll.

Ein gut ausgeführter Kihap soll folgende Wirkungen haben:
+ Verstärkung der eigenen Technik
+ Besiegen der eigenen Angst
+ Erschrecken eines potentiellen Gegners
+ selbst weniger Schmerz zu empfinden

Während des Kihaps ist durch die Anspannung der Muskulatur die Wirkung eines Treffers, den man erhält, weniger stark als umgekehrt bei der Einatmung. Gleiches gilt natürlich auch für die Fallschule, d.h. durch ein Kihap kann man bei einem Sturz eine zusätzliche Schutzwirkung erzielen.

 
Damit beim Taekwondo die körperliche Kraft in die richtigen Bahnen gelenkt wird, ist es sehr wichtig, dass alle Teilnehmer regelmäßig und diszipliniert am Training teilnehmen. Ohne die Beachtung dieser Ziele kann Taekwondo zu einem gefährlichen und brutalen Sport werden.

Durch das wissenschaftlich kontrollierte Training werden bestimme Körperteile wie Hände und Füße in ihrer Funktionsweise verändert, so dass sie ähnlich Waffen zu gebrauchen sind. Das Erreichen dieser Fähigkeit hängt ab von einem kontinuierlichen Training, von Geduld und Ausdauer, von der Geisteshaltung und der Fähigkeit, alle Sinne und Kraft auf einen Punkt zu konzentrieren. So ist es auch physisch schwächeren Menschen möglich, einen starken Gegner durch schnelles, konzentriertes und zielgerichtetes Angreifen zu besiegen.

Mit der Einheit aus körperlicher Kraft und diszipliniertem Denken ist es möglich, die notwendige Selbstsicherheit zu entwickeln und die erforderliche Gelassenheit zur Selbstverteidigung zu erlangen. Gerade für Frauen und Minderheiten bauen sich damit in der Regel die Ängste, Opfer einer Gewalttat zu werden, ab.

TKD ist keine Geheimkunst; mit Konzentration, Willen und Ausdauer kann jede/r diese Kampfkunst wirkungsvoll erlernen.

Da es sich auf das gesamte physische System des Menschen auswirkt, eignet sich TKD auch zur allgemeinen Fitness.

Wir bieten ein abwechslungsreiches und modernes TKD- Training, das mit Spass und Engagement von allen Seiten getragen wird.

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